Die Berufsbildung ist nicht für alle zugänglich

Berufsbildung - 5 Juli 2011


Die Berufsbildung ist nicht für alle zugänglich
Während einer Konferenz, die am 20. Juni in Bern stattfand, haben die Eidgenossenschaft sowie die Kantone und Unternehmen über ihren Willen, den Jugendlichen ohne beruflichen Perspektiven nach der Schulpflicht zu helfen, berichtet.
« 2 500 : es ist die Zahl der Jugendlichen, die am Ende ihres Schulpflichtes auf der Strecke bleiben, weil sie keine Lehr- oder Ausbildungsstelle haben », hat der Direktor des Schweizerischer Gewerbeverbands (svg) Hans-Ulrich Bigler gesagt. Die Feststellung ist noch mehr beunruhigend, was die Zahl der Lehrlingen, die ihren Vertrag auflösen, betrifft.
Der Direktor des svg basiert sich auf eine bernische Studie, die gezeigt hat, dass ein Fünftel der Lehrlingen des Kantons die das mit ihrem Chef geschlossenen Abkommen nicht honorieren.
Wenn man dieses Verhältnis auf die schweizerische Ebene, die 150 000 an einer Berufsbildung teilnehmenden Jugendlichen zusammenfasst, überträgt, würde das heissen, dass die Aufgebernummer 30 000 sind.
Diese hohe Ausscheidenkennziffer kann durch zwei Hauptgründe erklärt werden:
- Die Jugendlichen sind nicht imstande, Forderungen im Anstieg zu erfüllen
- Das von ihnen aufgebaute Berufsbild entspricht nicht unvermeidlich der Realität.
Mit dem Zweck diesen Doppelproblem zu lösen sind Angleichungsmassnahmen von den verschiedenen Instanzen, die für die Berufsbildung verantwortlich sind, ausgearbeitet oder hergestellt worden.
Seinerseits arbeitet der svg « unablässig an einem Projekt das den Übergang zwischen Sekundarstufe I und II verbessern sollte » und unterstützt das Case Management sowie die Stiftung Speranza.
Angeleitet im Jahre 2006, das Case Management « Berufsbildung (CM BB) » wird in die Kantone zwischen 2008 und 2011 eingeleitet. Es hat das Ziel, den sogennanten « Risikojugendlichen » zu betreuen, um sie die Möglichkeit zu geben, ein Diplom der Sekundarstufe II zu erhalten. Dank diesem Vorhaben sollte die Jugendlichenerfolgsrate in dieser Stufe in 2015 von 90% auf 95% steigen.
Otto Ineichen, Ratspräsident der Stiftung Speranza, hat ausserdem die folgende Beiträge seiner Organisation betont:
" Im Rahmen des Projekts Networker Speranza wurden mehr als 10'000 neuen Berufsbildungsstellen geschafft
" Mehr als 300 Jugendlichen, die als Ernstfälle betrachtet waren, haben das Ausbildungsinstitut besucht und nachher die Arbeitsmarkt integrieren können.
" Auf Initiative vom Staatssekretariat für Wirtschaft, mehr als 1200 Jugendlichen haben während der 12 letzten Monaten eine Beraterassistenz und eine finanzielle Unterstützung für ihre berufliche Weiterbildung genossen
" Mehr als 550 Jugendlichen sind in ihrem beruflichen Umorientierung begleitet worden im Laufe der 6 letzten Monaten ; dieses Ergebnis wurde im Rahmen der Kampfinitiative gegen der Jugendlichen Arbeitslosigkeit vom Credit Suisse Group eingesetzt
Die Zeugenaussage der Vertreter der Kantons Bern und Neuenburg haben gezeigt, dass die Lage, was die Lehrstellen betrifft, gar nicht einförmig ist.
Bernhard Pulver, Direcktor des Erziehungswesens, hat von einem deutlichen Wechsel während den letzten Jahrzehnten im bernischen Gebiet berichtet : « Nach der von den Lehrlingen gelittene Krise in den Jahren 90, haben nunmehr die Unternehmen Schwierigkeiten, für ihre Lehrestellen interessierte Jugendlichen zu finden die auch das gesuchte Profil haben. Der Lehrstellenmarkt hat sich sichtbar entspannt. »
In einem solchen Grade, dass am Ende Mai, mehr als 800 unter ihnen nicht besetzt waren. Laut einer im Jahre 2008 realisierten Studie hat Kanton Neuenburg eine besonders schwache Teilnahmequote an der Sekundarstufeausbildungen : « Während des schweizerichen Durchschnitt zeigt, dass 73% der Jugendlichen eine Berufsbildung nach der Schulpflicht anfangen, sind sie nur 58% im Kanton Neuenburg. Ausserdem, unter diesen, nur 57% nehmen an einer Berufsbildung in einem Unternehmen (duale System) teil, während durchschnittlich 88% diese Option in der Schweiz wählen, hat Regierungsrat Philippe Gnaegi mitgeteilt.
In Frage kommt der schwache Teil von Lehrbetrieben (19%), der die Jugendlichen dazu zwingt, sich an Ganztagsberufsbildungschulen anzumelden, wo der Misserfolgsrate sich von 30% nach dem ersten Jahr naht.
Im Hinblick auf diese Lage, die Regierungsrat des Kantons Neuenburg beabsichtigt, die duale Lehre zu unterstützen, um die folgenden Entwicklungen in acht Jahren Zeit zu bevorzugen :
- Die Quote der Jugendlichen, die nach dem Schulpflicht eine Berufsbildung beginnen, von 58% zu 68% zu treiben
- Die Quote von 57% der Lehrlingen, die an einer dualen Ausbildung teilnehmen durch 80% ersetzen
Damit es gelingt, wird die Sensibilisierung der Arbeitsgeber erforderlich und das vom Staat Neuenburg und svg im Herbst geplante Pilotprojekt wird in diese Richtung gehen.
LP, nach den auf die Website der Eidgenossenschaft veröffentlichten Dokumenten